2. Tamburello-Turnier am 11.01.2003


Das offizielle Endergebnis:

1.Michael Sharrock / Simon Meier4:1+70
2.Jens Willmann / Nils Klement4:1+41
3.Günther Sänger / Stephan Köbe4:1+28
4.André Sänger / Steffen Krenz4:1+27
5.Ernst Barnewald / Ulf Dörken3:2+23
6.Kai Karnstedt / Tobias Baum3:2+1
7.Helmut Bezzenberger / Wolfgang Schubert2:3+4
8.Ludwig Wolf / Manfred Wolf2:3-15
9.Jörg Meier / Sven Mandl2:3-20
10.Joachim Kaiser / Per Buch2:3-25
11.Christian Sänger / Dietmar Köbe2:3-28
12.Alexandra Kraft / Markus Kraft2:3-35
13.Jörg Mittag / Matthias Richter1:4-35
14.Stefanie Frey / Pascal Kraus0:5-36



Ergänzter Bericht aus dem Sonntag-Morgenmagazin vom 12. Januar

Schnelle Bälle in der Messeler Sporthalle

Tamburello-Turnier der TSG fand Zuspruch im ganzen Umland

Messel (ar). Ein Turnier der etwas anderen Art veranstaltete die TSG Messel 1877, Abteilung Badminton, am gestrigen Samstag: ein Tamburello-Turnier. Der Klang des Namens erinnert im ersten Moment an ein Tamburin und wurde tatsächlich von diesem Musikinstrument abgeleitet. Der Schläger dieser Sportart sieht der Handtrommel sehr ähnlich. Er hat eine kreisrunde Form und ist mit einer Nylonmembran bespannt. Er hat keinen gewöhnlichen Schaft wie ein normaler Schläger, sondern eine Ledertasche, die den festen Griff und die direkte Nähe zur Schlagfläche ermöglicht. Der Ball kann so mit viel Gefühl und ohne große Kraftanstrengung ganz einfach gespielt werden So kann jeder ohne große Vorkenntnisse sein Glück bei dieser außergewöhnlichen Sportart versuchen.

Aus diesem Grund kamen auch die Teilnehmer des Turniers aus den verschiedensten Sportarten. Es beteiligten sich Tennisspieler ebenso wie Mitglieder der Seniorensportgruppe. Auch Tischtennisspieler und sogar Mitglieder des Karnevalvereins waren gemeldet. Die meisten Aktiven kamen allerdings aus dem Bereich Badminton, das im Messeler Verein seit 1995 gespielt wird. Aber nicht nur aus Messel waren die Spieler am Start. Aus Groß-Zimmern, Dieburg, Weiterstadt bis Gadernheim kamen Interessierte, um bei dieser außergewöhnlichen Veranstaltung dabei zu sein. Es starteten 14 Doppel, wobei die Zusammensetzung der Mannschaften ganz unterschiedlich waren. Es spielten Jugend, Erwachsene und Senioren in gemischten Teams. Die Regeln hatte man generell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst.

Normalerweise wird Tamburello, welches seinen Ursprung in Italien hat und für das es dort richtige Ligen gibt, im Freien im Sand gespielt und heißt eigentlich Tambeach. Abgeleitet wurde Tambeach von dem rund 300 Jahre alten Tamclassic, bei dem je 5 Spieler auf einem 80 mal 20 Meter großen Feld gegeneinander antreten. Ursprünglich wurde noch ohne Netz gespielt. Als die ersten Tamclassic-Spieler an die Strände von Sizilien zogen, verwandelte sich das Spiel in Tambeach. Das Netz kam hinzu und man wurde variabler mit der Größe des Spielfläche. Der Ball ähnelt einem Tennisball, ist aber lange nicht so hart. Beim Tamburello-Turnier, das in Messel bereits zum zweiten Mal stattfand, hatten alle Mitstreiter jedenfalls eine Menge Spaß.

(mw) Simon Mair und Michael Sharrock, im Vorjahr auf Platz zwei gelandet, zeigten gleich zu Beginn, dass auch in diesem Jahr mit ihnen zu rechnen ist. In der dritten Runde fiel eine gewisse Vorentscheidung. Mair/Sharrock gewannen hier souverän gegen das hoch eingeschätzte, aber sehr leichtsinnig spielende Doppel Jens Willmann/Nils Klement. Die beiden hatten in Runde zwei noch klar über Günther Sänger/Stephan Köbe dominiert. In der abschließenden fünften Runde wurde es noch einmal richtig spannend. Sänger/Köbe bezwangen hier die selbst ernannten Favoriten Mair/Sharrock, die sich schon als sicherer Turniersieger gefühlt hatten. Durch den überraschenden Ausgang dieses Spiels mussten am Ende die Spielpunkte ausgezählt werden. Die gaben den Ausschlag für den letztendlich doch verdienten Turniersieg von Simon Mair/Michael Sharrock, vor Jens Willmann/Nils Klement und Günther Sänger/Stephan Köbe. Aber nicht nur die Erstplatzierten hatten Rießenspaß an diesem Turnier, auch die restlichen Teilnehmer waren sich sicher, dass sie bei der geplanten Neuauflage im nächsten Jahr wieder dabei sind. Bei manchen sollen sogar noch zu später Stunde die Glocken geläutet haben.